Die Heiligen Drei Könige ‘26

V.l.n.r.: Pia (als Caspar), Selina (als Stern), Rebecca (als Melchior und Balthasar) und Abdullah (als Begleiter)

Verlässlich läuten sie zu Beginn jeden Jahres an unsere Wohnungstüre, immer nachmittags zur Dämmerung: Die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland, oder anders gesagt: Rebecca, die heuer „der Melchior und der Balthasar ist, weil uns einer fehlt“, Abdullah als erwachsener Begleiter, Selina als Stern und Pia als Caspar. Es geht ihnen gut. Abdullah kommt aus der Türkei und ist seit September als Volunteur in der Pfarre Neufünfhaus tätigt, er trägt die Süßigkeiten, die sie von denen bekommen, die gerade kein Geld zuhause haben oder keines geben wollen.

Er kannte den Brauch des Sternsingens nicht, hat sich aber als Kind gerne als König verkleidet. Außerdem kennt er ähnliche Traditionen, sagt er: Sie feiern das Opferfest und das Zuckerfest. Der Termin für das Opferfest richtet sich nach dem Mondkalender: Es beginnt am 10. des islamischen Monats Dhū l-Hiddsch, so steht es im Internet. „Es ist sehr praktisch, ihn mitzuhaben“, sagt Pia.  „Weil wenn Leute aufmachen, die Türkisch sprechen, kann er ihnen alles erklären.“

Sie sind heute um 11 Uhr „gleich nach der Messe“ losgezogen und haben schon einen Häuserblock absolviert, drei liegen bis 20 Uhr noch vor ihnen. „Die meisten Leute sind nett, aber manche öffnen auch, und wenn wir sagen, dass wir die Sternsinger sind, machen sie die Türe wieder zu.“

Muss man singen können, um als Sternsingerin oder Stern zu gehen? „Nein!“, sagt Rebecca. Sie haben vier Lieder auf Lager, und es dauerte nicht lange, diese zu lernen. „Außerdem: Je öfter wir sie singen, desto besser können wir sie“, sagt Rebecca.

Gegen die momentane Kälte empfiehlt Selina Kuschelsocken, Rebecca eine Haube unter der Krone, und Pia warme Stiefel. Schiunterwäsche tragen alle vier, auch die Bewegung wärmt sie. Wenn es einen Lift gibt, dann fahren sie in den obersten Stock und arbeiten sich nach unten. Morgen Montag werden sie auch noch gehen, am Dienstag ist dann die Messe, während der die „große Gesamtsumme“ genannt wird, die gesammelt wurde. Das Geld geht heuer nach Tansania in eine Mädchenschule.

Danke, Ihr lieben Könige samt Stern und Begleiter! Es war wie immer sehr schön mit Euch!

https://www.dka.at/fileadmin/st/0_Stern26/Pressemappe/Sternsingen_2026__Gemeinsam_Gutes_tun.pdf

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Gerhard